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Wir gratulieren Jonathan Kreilaus, Julian Merkel und Jonas Opp zum

1. Platz im Fach Arbeitswelt.

Sie nehmen mit ihrem Projekt

Glückliche Schweine?‘ – Wirkung von wechselnden Spielzeugen auf die Gesundheit von Schweinen

am Bundeswettbewerb vom 29.05. - 01.06.2014 in Künzelsau teil. Pressemitteilung von Jugend forscht

 

Spielzeug für glückliche Schweine?

Jonathan Kreilaus, Julian Merkel und Jonas Opp haben mit ihrem Projekt „Glückliche Schweine? – Die Wirkung von wechselnden Spielzeugen auf die Gesundheit von Schweinen“ beim Landeswettbewerb 2014 den Sieg im Fachgebiet Arbeitswelt errungen. Welche Herausforderungen mussten sie in ihrem Projekt bewältigen, wer hat sie dabei unterstützt und wie stehen die Chancen auf die  Verwirklichung ihrer Idee? Im Interview haben uns die drei diese und weitere Fragen beantwortet.


Ihr habt den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt belegt. Herzlichen Glückwunsch!

Jonas: Ja, wir sind auch total glücklich, dass wir das geschafft haben und bald zum Bundesfinale dürfen. Wir sind ja nun schon zum zweiten Mal bei der BASF auf dem Landeswettbewerb – allein das ist schon ein toller Preis.

 

Abgesehen von eurem Sieg, wie hat euch der Landeswettbewerb gefallen?

Jonas: Es war eine schöne Zeit. Alles war gut organisiert, es hat viel Spaß gemacht, das Essen war lecker und wir haben viele neue Leute kennengelernt. Mittlerweile haben wir sogar eine WhatsApp-Gruppe gegründet, um weiter in Kontakt zu bleiben. Spannend war auch, die Projekte der anderen Teilnehmer kennenzulernen. Ich bin beeindruckt, wie viele kreative Ideen es in Rheinland-Pfalz gibt.

 

Wie seid ihr eigentlich auf eure Idee gekommen?

Jonathan: 2010 habe ich ein Praktikum in der Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle gemacht. Als ich den Schweinestall ausgemistet habe, bin ich an einem Spielzeug hängen geblieben, das an der Decke angebracht war. Der Bauer erzählte mir, dass eine EU-Verordnung Spielzeuge in den Ställen vorsieht, um zu verhindern, dass die Schweine die Ohren und Schwänze ihrer Artgenossen anknabbern oder abbeißen. Allerdings bemerkte ich, dass die Spielzeuge schnell ihren Reiz für die Tiere verlieren. Da habe ich mich gefragt, wie man die Aufmerksamkeit und das Interesse der Tiere am Spielzeug verlängern kann. Und schon war die Idee geboren.

 

Beim Landeswettbewerb 2012 habt ihr mit einem ähnlichen Projekt den zweiten Platz belegt. Inwiefern habt ihr eure Idee nun weiterentwickelt?

Julian: Damals haben wir in erster Linie die Spieldauer der Schweine gemessen. Jetzt haben wir auch die Auswirkungen auf das Verhalten und Zusammenleben der Schweine untersucht. Außerdem haben wir unsere Spielzeugmaschine, die ein Holzstück, einen Eimer, eine Kette und einen Schlauch in einem vorgegebenen Rhythmus automatisch wechselt, weiter vereinfacht. Wir konnten schließlich feststellen, dass sich die Schweine mit unserer Maschine 25% weniger gegenseitig verletzen.

 

Ihr arbeitet also schon seit vier Jahren an eurem Projekt. Was gehört dazu, seine Idee zu verwirklichen?

Jonas: Es sieht alles so leicht aus, aber es steckt viel Arbeit dahinter und man braucht Durchhaltevermögen. Natürlich hat es auch sehr viel Spaß gemacht – sonst hätten wir das nicht so durchgezogen – aber man muss sich wirklich für sein Projekt begeistern und von seiner Idee überzeugt sein. Die letzten vier Jahre waren schon stressig, vor allem die Versuchsphasen im Stall. Das war für unsere Eltern auch nicht so schön, wenn sie uns abgeholt haben und dann das ganze Auto nach Schwein gestunken hat (lacht).

 

Wer hat euch neben euren Eltern noch unterstützt?

Jonas: Am Anfang hat uns ein Professor für Agrarwissenschaften an der Universität Göttingen beraten. Dann hat uns der Bauernhof unserer Mitschülerin Victoria enorm unterstützt, denn dort konnten wir unsere Versuche durchführen. Und besonders dankbar sind wir unserer Betreuungslehrerin Doris Bertleff-Lutz. Sie hat uns immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Hilfreich waren vor allem ihre Tipps, wie wir die zahlreichen Daten am besten auswerten.

 

Wie geht es nun für euch weiter?

Jonathan: Die Juroren haben uns ein paar Anregungen gegeben, wie wir unsere Darstellung und schriftliche Ausarbeitung noch verbessern können. Nach dem Bundeswettbewerb wollen wir unsere Maschine nochmals vereinfachen und so die Kosten senken, um schließlich marktreif zu sein und in Serie gehen zu können.

 

Das klingt schon richtig professionell. Da ist euer Sonderpreis vielleicht auch hilfreich. Um was handelt es sich dabei?

Julian: Wir haben den Sonderpreis „JugendUnternimmtsummerschool“ gewonnen. Das bedeutet, dass wir im Juli knapp eine Woche nach Erfurt reisen, um dann mehr zum Thema Unternehmertum und Unternehmercourage zu erfahren und mit Geschäftsleuten, Wissenschaftlern, Finanzierungsexperten und Coaches zusammenzutreffen. Am Ende dürfen wir unsere Geschäftsidee vor Publikum und potenziellen Geldgebern präsentieren.

 

Toll, dann drücken wir euch die Daumen. Macht weiter so!

 

Quelle: http://www.basf.com/group/corporate/site-ludwigshafen/de_DE/about-basf/worldwide/europe/Ludwigshafen/Education/Aktuelles/Schweinspielzeug

Gruppenfoto 2014

 

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