
Am 19.02.25 besuchten mehrere Schülerinnen und Schüler unserer 9. Jahrgangsstufe auf freiwilliger Basis außerunterrichtlich das Amtsgericht Rockenhausen. Während unseres Aufenthalts konnten wir bei zwei verschiedenen Verhandlungen zusehen. Der erste Fall betraf einen Verdacht auf Drogenhandel. Der Angeklagte beteuerte seine Unschuld und behauptete, die Drogen nicht verkauft zu haben. Die Aussage einer Zeugin sprach aber gegen ihn, und letztlich wurde er vom Jugendrichter schuldig gesprochen.
Im zweiten Fall ging es um Körperverletzung. Der Angeklagte war am Tag, an dem die Tat passiert war, stark alkoholisiert und konnte sich scheinbar nicht erinnern. Auch hier halfen Zeugenaussagen die Situation aufzuklären. Er wurde für schuldig befunden und erhielt ebenfalls eine Strafe.
Der Besuch war interessant und zeigte uns, dass die Sozialisation des Menschen – also seine lebenslange Prägung u.a. durch familiäre Verhältnisse und auch Freunde – die Neigung zur Jugendkriminalität stark beeinflussen kann. Es war zudem beeindruckend, zu sehen, mit welch hohem Erfahrungswert der Jugendrichter seine Fragen an die Angeklagten stellte und hartnäckig versuchte, widersprüchliche Aussagen zu widerlegen. Durch die Möglichkeit, im Anschluss an die beiden Verhandlungen Fragen zu stellen, konnten wir mehr über das Gericht zu erfahren. Insgesamt war der Amtsgerichtbesuch eine tolle Erfahrung. Wir danken unserer Sozialkundelehrerin Frau Krolla, die uns gemeinsam dorthin begleitete.
Julia Fitz und Lina Augustyniak (9b)